27. Juni 2026
Bereits im März kamen 35 Fachkräfte aus Kliniksozialdiensten in Mecklenburg-Vorpommern in der BDH-Klinik Greifswald zusammen, um sich intensiv mit den neuesten Entwicklungen im Entlassmanagement und den wachsenden Anforderungen der Digitalisierung auseinanderzusetzen.

Bereits im März kamen 35 Fachkräfte aus Kliniksozialdiensten in Mecklenburg-Vorpommern in der BDH-Klinik Greifswald zusammen, um sich intensiv mit den neuesten Entwicklungen im Entlassmanagement und den wachsenden Anforderungen der Digitalisierung auseinanderzusetzen.
Das Entlassmanagement im Krankenhaus basiert auf §39 Abs. 1a SGB V und ist eine zentrale, multiprofessionelle Aufgabe, die eine enge Abstimmung zwischen Medizin, Pflege, Therapie und Sozialdienst erfordert. Ziel ist die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Anschlussversorgung für Patient:innen – eine koordinativ anspruchsvolle Tätigkeit, die angesichts komplexer Versorgungsstrukturen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Unter der fachkundigen Leitung von Sibylle Kraus (Dipl.-Sozialarbeiterin, Sozialmanagerin, Case Managerin (DGCC)) erhielten die Teilnehmenden einen fundierten Überblick über aktuelle gesetzliche Neuerungen und deren praktische Relevanz für die tägliche Arbeit.
Im Fokus standen insbesondere die jüngsten Anpassungen im Rahmenvertrag Entlassmanagement, digitale Antragsverfahren bei Kranken- und Rentenversicherungsträgern sowie mögliche Auswirkungen der anstehenden Krankenhausreform. Ergänzend wurden Entwicklungen im Bereich der Qualitätssicherung beleuchtet. Die praxisnahen Impulse ermöglichten es den Teilnehmenden, die Inhalte direkt auf ihre Arbeitsbereiche zu übertragen.
Ein weiterer zentraler Themenblock widmete sich der fortschreitenden Digitalisierung in Akut- und Rehabilitationskliniken. Diskutiert wurden unter anderem die Telematikinfrastruktur, elektronische Patient:innenakten, digitale Patientenportale zur Organisation einer adäquaten Anschlussversorgung sowie digitale Unterschriftenverfahren. Auch der potenzielle Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Sozialdienst wurde kritisch reflektiert und in seiner praktischen Bedeutung eingeordnet.
Insgesamt zeichnete sich die Fortbildung durch eine ausgewogene Kombination aus fachlichem Input, Austausch und praxisorientierten Lösungsansätzen aus. Sie machte deutlich, dass digitale Instrumente und gesetzliche Neuerungen nicht nur Herausforderungen darstellen, sondern auch Chancen bieten, Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und die poststationäre Versorgung von Patient:innen nachhaltig zu verbessern.
Ein besonderer Dank gilt der Klinikleitung sowie dem gesamten Team der BDH-Klinik für die erneut hervorragende Organisation und Unterstützung.