Erfolgreiche 10 Jahre NRZ Greifswald - die Klinik der BDH in Mecklenburg-Vorpommern
|
Artikel als Mail verschicken www.ostsee-zeitung.de | 07.10.2008 | Das Neurologische Rehabilitationszentrum Greifswald gGmbH verfügt über zwei medizinische Fachabteilungen: die neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation und die Abteilung für Querschnittgelähmte. Das NRZ Greifswald blickt auf 10 Jahre Erfolgsgeschichte zurück und so soll es auch in Zukunft weiter gehen. Frau Dr. Hannelore Kohl, damalige Präsidentin des Kuratoriums ZNS (heute: ZNS-Hannelore Kohl Stiftung) legte im September 1996 den Grundstein für das NRZ Greifswald. Seit der Eröffnung 1998 wurde viel Neues geschaffen und eine Menge bewegt, natürlich immer mit der Unterstützung des Gesellschafters des NRZ – dem BDH Bundesverband Rehabilitation. So verbinden die ZNS-Hannelore Kohl Stiftung und den BDH viele Projekte, Fördermaßnahmen und soziale Ziele. Frau Dr. Ute-Henriette Ohoven, Präsidentin der ZNS-Hannelore Kohl Stiftung sowie Frau Ilse Müller, Bundesvorsitzende des BDH sind sich einig, dass das NRZ als Behandlungszentrum für Querschnittlähmungen und Schädelhirnverletzungen aus Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr wegzudenken ist und sind stolz auf die Arbeit, die von den Mitarbeitern im NRZ geleistet wird.Der BDH ist nicht nur Gesellschafter des NRZ Greifswald, sondern betreibt deutschlandweit Kliniken. Seit 1920 tritt der BDH Bundesverband Rehabilitation für die Belange behinderter Menschen in unserer Gesellschaft ein. Er engagiert sich sozialpolitisch und fordert die Rechte der Betroffenen oder von Behinderung bedrohter Menschen, für ihre Akzeptanz und gleichberechtigte, selbstbestimmte Teilhabe in der Gesellschaft ein. Regional wird diese Arbeit durch ein bundesweites Netz von Kreisverbänden geleistet. Insbesondere die Sozial- und Rechtsberatung der Mitglieder ist eine wichtige Aufgabe auf der Kreis- und Landesebene des BDH. Behinderte und Angehörige sind mit der Situation nach einem Unfall, Schlaganfall oder einem anderen zur Schädigung führenden Ereignis oft überfordert. Die aus dem Schwerbehinderten-, Entschädigungs- und Sozialversicherungsrecht entstehenden Fragen und Ansprüche sind für Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen sowie Angehörige schwer durchschaubar. Der BDH leistet hier kompetente Hilfe durch Information, Beratung und sozialrechtliche Vertretung bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber Behörden, Versicherungen und anderen Einrichtungen. Der BDH Bundesverband Rehabilitation ist Betreiber von fünf neurologischen Rehabilitationskliniken und zwei Rehabilitationszentren. In den BDH-Kliniken wird eine durchgängige Rehabilitationskette geboten. Es wird neurologische Rehabilitation (Phase A bis E), Querschnittgelähmtenbehandlung und geriatrische Rehabilitation stationär und ambulant durchgeführt. Wichtiger Teil des Behandlungskonzepts in den BDH-Kliniken ist die weitere ambulante Rehabilitation nach einem Klinikaufenthalt. Durch Angehörigenarbeit, Pflegeüberleitung, Vermittlung von Fachtherapeuten im ambulanten Bereich sowie durch die Mitgliederbetreuung des BDH wird dies umgesetzt. Weiterhin ist die Prävention neurologischer und geriatrischer Erkrankungen durch aktive Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des BDH Bundesverband Rehabilitation. Der BDH ist gemeinnützig und arbeitet nicht gewinnorientiert. Die vorhandenen Mittel kommen ausschließlich seinen Mitgliedern und seinen Einrichtungen zugute. So ist auch das NRZ Greifswald ein non-profit Unternehmen BDH Bundesverband Rehabilitation eine sozialpolitische Kraft. Überregional wirkt der BDH Bundesverband Rehabilitation in Spitzengremien und Organisationen mit. Im Deutschen Behindertenrat, im Beirat für die Rehabilitation der Behinderten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales und auch im Beratenden Ausschuss für behinderte Menschen bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg ist der BDH unter anderem durch Beauftragte vertreten und macht auf die Belange behinderter Menschen aufmerksam. Vertreter des Verbandes nehmen an Gesprächen und Anhörungen im Bundesministerium für Gesundheit, im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in verschiedenen Sozialministerien der Länder, bei der Bundesagentur für Arbeit, bei den Integrationsämtern, beim deutschen Behindertenrat und bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation teil. Der BDH hat es sich aktuell zum Ziel gemacht, dass der Umbau des Sozialstaates die Lebensqualität verbessern soll, vorhandene Sicherungslücken geschlossen werden müssen, die Finanzierbarkeit dauerhaft gesichert werden muss und die Lasten gerecht verteilt werden. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft in den verschiedenen Gremien und Organisationen ist es für den BDH eine wesentliche Aufgabe, eine für den Bürger verlässliche, langfristige voraussehbare und sozialgerechte Politik zu gestalten. Der BDH Bundesverband Rehabilitation hat Visionen. Von der Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen am Leben in der Gesellschaft, die dem menschlich sowie sozialpolitisch Gebotenen und dem nach rehabilitationswissenschaftlichen Erkenntnissen Erreichbaren entspricht, sind wir noch weit entfernt. Für die dafür notwendigen Maßnahmen setzt sich der BDH ein, um Vereinzelung, Gewalt, Rücksichtslosigkeit und Entsolidarisierung auszuschließen und Nächstenliebe mit der dafür erforderlichen sozialen Kultur des Füreinander zu fördern. (Quelle: Geschäftsbericht des Bundesvorstandes 2006/2007; www.bdh-reha.de). Der Wert einer Gesellschaft lässt sich daran ablesen, wie sie mit ihren schwächsten Gliedern umgeht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lebten zum Jahresende 2007 in Deutschland 6,9 Millionen schwerbehinderte Menschen; das waren rund 153 000 oder 2,3, Prozent mehr als am Jahresende 2005. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung war in Deutschland jeder zwölfte Einwohner (8,4 Prozent) schwerbehindert. Knapp über die Hälfte (52 Prozent) der Schwerbehinderten waren Männer. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde. Ein gutes Viertel (28 Prozent) der schwerbehinderten Menschen war 75 Jahre und älter; knapp die Hälfte (46 Prozent) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 75 Jahren an. Zwei Prozent der Schwerbehinderten waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Seit Mai 2008 finden Sie im NRZ Ihre Ansprechpartnerin, wenn es um Fragen bzw. Anliegen rund um den BDH geht. Mitglieder erhalten hier Rechts- und Sozialberatung und finden Hilfe, Rat und Unterstützung bei Frau Ulrike Abel, Geschäftsstellenleiterin des BDH Kreisverbandes Greifswald. Frau Ulrike Abel erreichen Sie im NRZ Greifswald, Karl-Liebknecht- Ring 26a, 17491 Greifswald, unter der Telefonnummer 03834 871-100 oder per Email: bdh@nrz-greifswald.de. Sprechzeit ist Dienstag 08.00 – 12.00 Uhr und nach persönlicher Vereinbarung. Der BDH hat sich für die Zukunft viel vorgenommen und möchte die Einheitlichkeit seiner Kliniken noch transparenter nach außen für alle sichtbar gestalten. So tragen ab dem 01.01.2009 alle Kliniken einen neuen Namen, der auch die Zugehörigkeit zum BDH deutlich macht. Ebenso wird auf die Schwerpunkte jeder einzelnen Klinik verwiesen. Das NRZ nutzte den Höhepunkt seines Jubiläumsjahres, die Benefizgala im September 2008, um seinen neuen Namen bekannt zu geben. Neben dem neuen Namen überreichte der Geschäftsführer des NRZ, Herr Matthias Deters, auch einen Scheck über mehr als 12.000 Euro an die Präsidentin der ZNS-Hannelore Kohl Stiftung Frau Dr. Ute Henriette Ohoven. Das Geld wird zweckgebunden verwendet, um jungen Menschen mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen ein gemeinsames Erlebniswochenende zu ermöglichen. Der Geschäftsführer des NRZ Greifswald, Herr Matthias Deters, präsentierte dann unter Trommelwirbel den neuen Namen - so heißt das NRZ Greifswald ab dem 01.01.2009 BDH-Klinik Greifswald GmbH Neurologisches Rehabilitationszentrum und Querschnittgelähmtenzentrum. Bis auf den neuen Namen bleibt jedoch alles beim „Alten“. Das NRZ Greifswald steht auch in Zukunft für Kompetenz, Leistung, Fortschritt und zeichnet sich als verantwortungsbewusster, zuverlässiger Partner aus. Hilfe, die ankommt.
vom 16.10.2008 |
