Neurologisches Reha-Zentrum feiert zehnten Geburtstag
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Artikel als Mail verschicken www.greifswalder-anzeiger.de | 24.09.2008 | Greifswald – Das Neurologische Rehabilitationszentrum (NRZ) am Karl-Liebknecht- Ring feiert seinen zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass wurde am Donnerstagabend eine Benefiz-Gala im Pommerschen Landesmuseum durchgeführt. Die gesammelten Spenden, zusammen mit Sponsorengeldern immerhin 12000 Euro, kommen der ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung zugute, um jungen Menschen mit Schädelhirnverletzungen ein außergewöhnliches Wochenende mit spannenden Workshops, Musik, Spaß und Erholung zu ermöglichen. Zu den Gala-Gästen gehörte neben vielen prominenten Bürgern der Stadt auch die Präsidentin der Hannelore-Kohl-Stiftung, Ute- Henriette Ohoven. Zweiter Teil der großen Geburtstagsfeier war ein Tag der offenen Tür im NRZ. Dazu gab es am vergangenen Samstag halbstündliche Hausführungen, bei denen sich die zahlreichen Gäste über die vielfältigen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten informieren konnten. Außerdem wurde Rollstuhl-Basketball gezeigt und ein Schnuppertauchen im hauseigenen Schwimmbecken durchgeführt. Im NRZ sind rund 330 Arbeitsplätze entstanden, davon 18 Ärzte, rund 180 Stellen im Pflegedienst und 70 Arbeitsplätze in der Diagnostik und Therapie, erläutert Geschäftsführer Dipl.-Kaufmann Matthias Deters. Für die Patientenversorgung stehen 150 Betten in Ein- und Zweibettzimmern zur Verfügung und zusätzlich 22 tagesklinische Plätze. Gesellschafter des NRZ ist der BDH Bundesverband Rehabilitation. „Das Neurologische Reha-Zentrum verfügt über zwei medizinische Fachabteilungen: die neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation mit dem Schwerpunktzentrum schwer Schädel-Hirn-Geschädigter und die Abteilung Querschnittgelähmte“, erläutert Dr. Eberhard Gläser, Chefarzt der letztgenannten Abteilung. Die Intensivabteilungen werden interdisziplinär belegt und besitzen Beatmungsplätze sowie eine zentrale Monitorüberwachung. Ferner gehören zum NRZ Institutsambulanzen für Physiotherapie, eine physikalische Therapie und eine Ergotherapie. In Greifswald wurde – einmalig in Deutschland – für Schädel-Hirn-Schwerstverletzte und Querschnittgelähmte das Drei-Phasen-Model auf engstem Raum realisiert, erläutert Dr. Gläser. Und das funktioniere so: Im benachbarten Uni-Klinikum werden in Phase 1 die lebensrettenden Sofortmaßnahmen eingeleitet, dann erfolgt im NRZ die medizinische Rehabilitation und Phase 3 bildet abschließend die berufliche Rehabilitation im ebenfalls benachbarten Berufsbildungswerk. Das Neurologische Rehabilitationszentrum erhält übrigens zum 1. Januar 2009 einen neuen Namen. Es heißt dann BDH-Klinik Greifswald GmbH, Neurologisches Rehabilitationszentrum und Querschnittgelähmtenzentrum. vom 24.09.2008 |
