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Hände waschen

Hygienemanagement

Medizin und Hygiene haben eine lange gemeinsame Geschichte

Mit dem Aufkommen der wissenschaftlichen Hygiene durch die Arbeiten von Gelehrten ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Disziplin schnell zu einem wichtigen Gebiet der Medizin. Insbesondere die Entdeckung der Tatsache, dass viele Krankheiten von Mikroorganismen verursacht sind und die seither entwickelten verschiedenen antiseptischen Maßnahmen wie Sterilisation und Desinfektion retteten Millionen von Menschen das Leben. Rund 20 Millionen Patienten werden Jahr für Jahr in deutschen Krankenhäusern einschließlich Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen behandelt. 

Das Bundesministerium für Gesundheit schätzt, dass zwischen 400.000 und 600.00 Patienten im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen an Infektionen erkranken, von denen zwischen 7.500 und 15.000 daran versterben. 

Diese erst in den Krankenhäusern und Rehaeinrichtungen erworbenen Infektionen („nosokomiale Infektionen“), insbesondere solche durch mit herkömmlichen Antibiotika nicht zu behandelnde Erreger („multiresistente Keime“) sind eine große Herausforderung für das Hygienemanagement in den Kliniken.

 

Was viele nicht wissen

Das deutsche Rechtssystem kennt kein einheitliches Hygienerecht. Vielmehr sind die geltenden Hygienevorschriften in der Krankenhausgesetzgebung der Länder geregelt, die detaillierte Hygieneverordnungen erlassen können.

Dies gilt auch den Umgang mit den Keimen, die als „Krankenhauskeime“ bekannt sind, wie beispielsweise MRSA oder ESBL. Durch strikte Beachtung von Hygieneregeln, allen voran die Händehygiene und individuelle Barrieremaßnahmen wie das Tragen spezieller Schutzkleidung wird die Ausbreitung dieser Keime wirksam verhindert, während durch andere Maßnahmen wie spezielle Waschungen die Keimzahl bei den betroffenen Patienten verringert wird, so dass die normale Standortflora den Keim vollends eliminieren kann.

Schulungen zum sinnvollen und gezielten Einsatz von Antibiotika tragen ebenfalls dazu bei, die von vielen Experten weltweit mit Sorge betrachtete allgemeine Resistenzentwicklung der Keime zu verlangsamen. 

Die Ursache hierfür sind auch die ständige Verbesserung und Ausweitung der medizinischen Therapien, die für sich gesehen notwendig und sinnvoll sind. 

Um den Patienten auch weiterhin ein Höchstmaß an Sicherheit bieten zu können ist auch in Zukunft intensive Forschung und ständige Weiterbildung auf dem sich sprunghaft entwickelnden Gebiet der Krankenhaushygiene erforderlich.

 

Hygiene im Krankenhaus

Dass in einem Krankenhaus Hygiene und Sauberkeit herrschen sollten, ist für die meisten Menschen zu Recht selbstverständlich. Meist sind es unangenehme Vorfälle, die das Thema „Krankenhaushygiene“ immer wieder auch ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und in die Schlagzeilen der Tagespresse rücken.

Dabei gilt: die Hygienestandards in deutschen Krankenhäusern sind ausgesprochen hoch. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie viel Planung, Logistik und Fachwissen heute notwendig ist, um den hohen Anforderungen zu genügen, wie sie etwa die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene vertritt.

Sauberkeit aller Flächen im Krankenhaus ist selbstverständlich notwendig, aber eine zeitgemäße Krankenhaushygiene hat nicht nur mit Putzen und Desinfizieren zu tun. 

Die Infektionsprävention im Krankenhaus ist ein komplexes Gebiet, in das ständig neue Forschungsergebnisse einfließen und das sich deshalb rasch wandelt. 

Hier auf dem Laufenden zu bleiben, ist ebenso wichtig wie eine adäquate Umsetzung durch gute Organisation und effektives Personalmanagement. 

 

Hygienebeauftragter

  • Dr. med. Thomas Brenig

    Thomas Brenig
    Komm. ltd. Oberarzt und Facharzt Bereich Akut/Weaning/Frührehabilitation
    • Anästhesiologie
    Karl-Liebknecht-Ring 26a
    17491 Greifswald
    E-Mail

BDH-Klinik Greifswald gGmbH • Karl-Liebknecht-Ring 26a • 17491 Greifswald • Telefon 0 38 34 / 8 71 - 0
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