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Querschnittgelähmtenzentrum der BDH-Klinik Greifswald feiert Jubiläum

Das Querschnittgelähmtenzentrum der BDH-Klinik Greifswald feiert 2018 sein 20-jähriges Bestehen. Seit 1998 hat sich das Zentrum zu einer der renommiertesten Anlaufstellen für querschnittgelähmte Patienten und deren Angehörige aus ganz Norddeutschland entwickelt.

Querschnittgelähmtenzentrum der BDH-Klinik Greifswald feiert Jubiläum

Das Querschnittgelähmtenzentrum der BDH-Klinik Greifswald feiert 2018 sein
20-jähriges Bestehen. Seit 1998 hat sich das Zentrum zu einer der renommiertesten Anlaufstellen für querschnittgelähmte Patienten und deren Angehörige aus ganz Norddeutschland entwickelt.

Mitbegründer und leitender Oberarzt Dr. med. Jörn Bremer, Facharzt für Urologie, zieht anlässlich des Jubiläums ein positives Fazit: „In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben wir die interdisziplinäre Akutbehandlung und Rehabilitation querschnittgelähmter Patienten entscheidend weiterentwickelt. Unser ganzheitlicher Ansatz wird heute von zahlreichen Patienten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus in Anspruch genommen.“

Vielfältige Ursachen für Querschnittlähmungen
Für eine Querschnittlähmung gibt es verschiedene Ursachen“, erklärt Dr. Bremer. Diese könnten entweder angeboren sein oder erst im Verlauf des Lebens auftreten, etwa durch Unfälle oder Krankheiten. „Krebserkrankungen mit Metastasen an der Wirbelsäule etwa können eine Schädigung des Rückenmarks auslösen. Aber auch nach schweren Unfällen oder Erkrankungen des Rückenmarks kommt es oftmals zu Lähmungserscheinungen.“ Wichtig, so Dr. Bremer, sei die möglichst frühzeitige Diagnose und Behandlung. „Wir kooperieren seit vielen Jahren eng mit der benachbarten Universitätsmedizin Greifswald. So können wir Patienten bereits direkt im Anschluss an die Erstbehandlung mit gegebenenfalls notwendigen Operationen zur weiterführenden querschnittspezifischen Behandlung, auch beatmet, hier aufnehmen.“ Auch die Versorgung komplikationsgefährdeter Patienten werde so ermöglicht.

Ganzheitliche Unterstützung der Patienten als Erfolgsrezept
Die Behandlung Querschnittgelähmter gliedere sich in verschiedene Abschnitte und orientiere sich jeweils an den individuellen Bedürfnissen der Patienten. „Sie müssen sich vorstellen, eine Lähmung der Gliedmaßen beispielsweise bedeutet für die Betroffenen einen dramatischen Einschnitt in ihr gewohntes Leben. Auch für die Angehörigen ändert sich auf einen Schlag der komplette Alltag“, so Dr. Bremer. „Im Rahmen der Rehabilitation unterstützen wir unsere Patienten deshalb mit Hilfe eines interdisziplinären Behandlungsansatzes in verschiedenen Bereichen.“

Eigene Beratungsstelle für Darmmanagement und Sexualität
Dazu zähle die Physio-, Sport- und Ergotherapie, genauso aber auch die Gewöhnung an das veränderte Körpergefühl. „Selbstverständlich ist es für Patienten nur sehr schwer zu ertragen, dass sie nicht mehr laufen oder sich nicht mehr wie gewohnt bewegen können. Genauso belastend ist es aber für viele Betroffene, wenn sie auf einmal ihre Harn- oder Stuhlausscheidung nicht mehr kontrollieren können. Aus diesem Grund haben wir neben den Möglichkeiten einer modernen neuro-urologischen Diagnostik auch eine eigene Beratungsstelle für Darmmanagement und Sexualität eingerichtet.“

Die schönste Bestätigung für Dr. Bremer und das Team des Querschnittgelähmtenzentrums ist die hohe Motivation der Patienten: „Es ist inspirierend, mit querschnittgelähmten Menschen zu arbeiten und sie bei der Rückkehr in ihren Alltag zu unterstützen. Es gibt Höhen und Tiefen, aber der Kampfgeist und der starke Wille vieler Betroffener ist immer wieder erstaunlich und treibt uns Tag für Tag an, unser Bestes zu geben.“ 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

BDH-Klinik Greifswald gGmbH • Karl-Liebknecht-Ring 26a • 17491 Greifswald • Telefon 0 38 34 / 8 71 - 0
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